Publikationen


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Hier finden Sie eine Übersicht unserer Positionspapiere und Stellungnahmen

Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten

 

Die Mitinitiatoren des Nationalen Krebsplanes, die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren haben eine Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten vom 10.12.2020 erstellt. Diese Stellungnahme wird u.a. unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Senolo-gie, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie. Aus Sicht der Fachge-sellschaften hat das Gesetz eine hohe Bedeutung, weil es eine optimale Nutzung der gesammelten Daten für die Verbesserung der Versorgung und die Fortentwicklung der onkologischen Medizin ermöglicht.

 

Stellungnahme der ADT zum Prognos- Gutachten:
„Stand der klinischen Krebsregistrierung zum 31.12.2019“

 

Das vorliegende Gutachten der Prognos AG zum Stand der klinischen Krebsregistrierung vom 31.12.2019 beruht auf der Zusammenstellung von Angaben aus den Erfüllungsberichten der Krebsregister, die von den jeweiligen Landeskrankenkassen zur Verfügung gestellt wurden [1]. Bei den Aussagen dieses Gutachtens zur Qualität der Register ist die Einschätzung der Krankenkassen die alleinige Datengrundlage. Die Aussagen bisheriger Prognosgutachten waren immer durch die Rücksprache und Einbeziehung der Krebsregister selbst, externer Experten und Fachgesellschaften vertieft und verifiziert worden. Die Methodik der Bewertung mehrerer Förderkriterien bleibt intransparent. Es bestehen offenbar unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe zwischen den Bundesländern und auch zwischen unterschiedlichen Kalenderjahren in den gleichen Bundesländern.

 

Aufgaben von Tumorzentren in der regionalen onkologischen Versorgung

 

Tumorzentren in verschiedenen organisatorischen Ausprägungen, die sich über viele Jahre bei der Wahrnehmung von Aufgaben für die Qualitätssicherung der onkologischen Versorgung in einer bestimmten Region bewährt haben, berichten vielerorts über schwierige Gespräche mit den Krankenkassen über die künftige Finanzierung der bisher von ihnen erbrachten Leistungen sowie mit den jeweiligen Trägereinrichtungen über die zukünftige strukturelle Ausrichtung und zu leistende Aufgaben. Die Kassen seien drauf und dran, sich aus der bisherigen Finanzierung dieser Leistungen zurückzuziehen. Sie begründeten diesen Rückzug vielfach mit dem Argument, dass die seit 2013 gesetzlich geforderten klinischen Krebsregister die bisher von den Tumorzentren erbrachten Leistungen übernehmen und dafür bezahlt würden...