Publikationen


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Hier finden Sie eine Übersicht unserer Positionspapiere und Stellungnahmen

Stellungnahme der ADT zum Prognos- Gutachten:
„Stand der klinischen Krebsregistrierung zum 31.12.2019“

 

Das vorliegende Gutachten der Prognos AG zum Stand der klinischen Krebsregistrierung vom 31.12.2019 beruht auf der Zusammenstellung von Angaben aus den Erfüllungsberichten der Krebsregister, die von den jeweiligen Landeskrankenkassen zur Verfügung gestellt wurden [1]. Bei den Aussagen dieses Gutachtens zur Qualität der Register ist die Einschätzung der Krankenkassen die alleinige Datengrundlage. Die Aussagen bisheriger Prognosgutachten waren immer durch die Rücksprache und Einbeziehung der Krebsregister selbst, externer Experten und Fachgesellschaften vertieft und verifiziert worden. Die Methodik der Bewertung mehrerer Förderkriterien bleibt intransparent. Es bestehen offenbar unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe zwischen den Bundesländern und auch zwischen unterschiedlichen Kalenderjahren in den gleichen Bundesländern.

 

Aufgaben von Tumorzentren in der regionalen onkologischen Versorgung

 

Tumorzentren in verschiedenen organisatorischen Ausprägungen, die sich über viele Jahre bei der Wahrnehmung von Aufgaben für die Qualitätssicherung der onkologischen Versorgung in einer bestimmten Region bewährt haben, berichten vielerorts über schwierige Gespräche mit den Krankenkassen über die künftige Finanzierung der bisher von ihnen erbrachten Leistungen sowie mit den jeweiligen Trägereinrichtungen über die zukünftige strukturelle Ausrichtung und zu leistende Aufgaben. Die Kassen seien drauf und dran, sich aus der bisherigen Finanzierung dieser Leistungen zurückzuziehen. Sie begründeten diesen Rückzug vielfach mit dem Argument, dass die seit 2013 gesetzlich geforderten klinischen Krebsregister die bisher von den Tumorzentren erbrachten Leistungen übernehmen und dafür bezahlt würden...

 

Positionspapier der Mitinitiatoren des Nationalen Krebsplans zur Konzeption einer Institution für die bundesweite Zusammenführung von Krebsregisterdaten


Mit der Etablierung der flächendeckenden Krebsregistrierung werden nun bundesweit alle Patienten mit Krebserkrankungen mit deren Diagnose, Therapie und klinischem Verlauf erfasst. Dies geschieht in den gesetzlichen klinischen Krebsregistern nach Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz §65c SGB V (KFRG) unter der Obhut der Länder und Hauptfinanzierung durch die Krankenkassen (90% Krankenkas-sen, 10% Länder, Anschubfinanzierung durch Deutsche Krebshilfe). Der Datensatz für die Erfassung wurde durch die beiden Fachgesellschaften Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. (ADT) und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) gesetzlich definiert und wird von diesen hinsichtlich Modifikationen betreut. Die Hoheit über die erfassten Daten liegt bei den Ländern. Eine regelhafte bzw. strukturierte bundesweite Zusammenführung der Daten ist derzeit nicht etabliert. Damit kann auch der im Nationalen Krebsplan vorgesehene Qualitätsmanagementzyklus nicht realisiert werden. Zudem bleibt ein enormes wissenschaftliches Potenzial ungenutzt.

Zur Lösung der geschilderten Problematik schlagen die ADT, die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Krebshilfe die Etablierung einer Institution vor.